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Ortsumfahrung Unlingen im Zuge der B 311

Bei der geplanten Ortsumfahrung von Unlingen im Zuge der B 311 handelt es sich um eine "unendliche Geschichte". Erste Planungen, die beim Verkehrsministerium Baden-Württemberg vorhanden sind, datieren aus dem Jahr 1959. Seit dieser Zeit fordert die Gemeinde eine Ortsumfahrung und seit dieser Zeit wird mehr oder weniger intensiv an dieser Ortsumfahrung geplant. Bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes im Jahr 1992 wurde die Maßnahme in den "vordringlichen Bedarf" aufgenommen. Seither wird intensiv geplant.

Im Planfeststellungsverfahren gab es 11 Einwendungen von Landwirten aus der Gemeinde, durch die sich das Verfahren verzögert hat. Aufgrund dessen wurde die Umfahrung Unlingen auch nicht in die Projektliste der Verkehrsinvestitionen zum Konjunkturpaket II des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Februar 2009 aufgenommen.

Der Planfeststellungsbeschluss wurde am 18.09.2009 erlassen. Hiergegen wurde jedoch eine Klage eingereicht. Nach Ausräumung dieser Klage wurde der Planfeststellungsbeschluss am 12.04.2010 rechtskräftig.

Im Zuge des Neubaus der Umfahrung der Bundesstraße B 311 bei Unlingen (Landkreis Biberach) und der nachfolgenden Rettungsgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) kamen im Sommer 2016 unerwartet mehrere gut erhaltene und außergewöhnlich ausgestattete keltische Gräber aus der Hallstattzeit (8./5. Jh. v. Chr.) zum Vorschein.

Unter der Rubrik Gemeinde & Geschichte lesen Sie mehr zum Fund des frühkeltischen Wagengrabs.

Der lange Weg zur Unlinger Ortsumfahrung

1959
Unlingen bemüht sich um die Ortsumfahrung der B 311

1960er
Im Rahmen der Flurbereinigung wird Freihaltetrasse für Ortsumgehung ausgewiesen, die wieder aufgelöst wird, weil der Bund eine neue "Donautalautobahn" bauen will.

1970er
Der Bund teilt mit, dass die Autobahn nicht kommt. Flurbereinigung ist abgeschlossen.

1980er
Bei einer Wahlkampfveranstaltung mit dem damaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Rudolf Bindig streiten sich Gegner und Befürworter einer Umgehung. Dies führt dazu, dass Unlingen nicht in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wird.

1990er
Die Gemeinde Unlingen und der Landkreis Biberach bemühen sich um die Aufnahme der Ortsumfahrung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes, was 1992 gelingt. 9 Westtrassen und 4 Osttrassen werden ökologisch, hydrologisch und geologisch untersucht.

1998
Festlegung auf Trasse West Vc1. Danach Planung der Trasse und Prüfung der Umweltverträglichkeit

2006
Vorbereitung der Planfeststellung.

18.09.2009
Planfeststellungsbeschluss wird erlassen. Dagegen wird eine Klage eingereicht.

12.04.2010
Gemeinde erreicht durch Grundstücksverkauf die Rücknahme der Klage. Planfeststellungsbeschluss wird dadurch rechtskräftig.

03.02.2012
Auf Initiative von Josef Rief MdB besucht Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer Unlingen und sagt der Gemeinde seine Unterstützung zu, sobald Mittel frei werden. Bürgermeister Mück, der Gemeinderat und die Bürgerinitiative kämpfen um den baldigen Neubau der Ortsumfahrung

Juni 2012
Die neue grün-rote Landesregierung stuft die Ortsumfahrung Unlingen in der Dringlichkeit von einem bisherigen Spitzenplatz auf einen aussichtslosen 18. Platz zurück. Damit rückt die Verwirklichung in weite Ferne. Bisher hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur in Stuttgart noch nicht nachvollziehbar dargelegt, wie diese neue Bewertung zu Stande gekommen ist.

Sep. 2012
Einstimmig fordert der Biberacher Kreistag die Ortsumfahrung Unlingen baldmöglichst zu realisieren.

Nov. 2012
Die Landesregierung versucht die Unlinger Bürger mit der Installation von Temp-30-Schildern zu beruhigen. Landesstaatssekretärin erklärt: Durch die Schilder werde die Straße nicht später gebaut.

03.12.2012
Auf Nachfrage erhält MdB Josef Rief (CDU) die Zusage von Bundesverkehrsstaatssekretär Dr. Andreas Scheuer (MdB), dass Unlingen mit Mitteln des Sonderprogramms, aus dem 70 Millionen nach Baden-Württemberg fließen, nun gebaut werden kann.

12.12.2012
Der Haushaltsausschuss stimmt mit der Koalitionsmehrheit und Stimmen aus der Oppostition dem Gesamtpaket und damit auch der Ortsumfahrung Unlingen zu. Damit ist der Weg trotz Widerstandes der Landesregierung frei. 2013 kann gebaut werden!

Jan. 2013
Flurneuordnungsverfahren wird eingeleitet. Die Gemeinde stellt neben den bereits verkauften 9 ha dem Bund weitere 15 ha zur Verfügung. Die Straßenbauverwaltung beginnt mit der Ausbauplanung.

05.09.2013
Der Spatenstich zum Beginn des Baus der Ortsumfahrung  B 311 Unlingen fand am 05.09.2013 statt.

Daten zur Ortsumfahrung Unlingen

  • Gesamtlänge: 4,4 km
  • Flächenverbrauch für Straße: 19 ha
  • Ausgleichsfläche: 29 ha
  • Tägliche Fahrzeugbelastung: 8.000-10.000 Kfz
    • davon Schwerlastverkehrsanteil: 23 %
  • Entlastung der Ortsdurchfahrt mit Umgehungsstraße: bis zu 84 %
  • Kosten bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes 2003: 8,0 Mio. Euro
  • Kosten bei der Fortschreibung des Investitionsrahmensplanes 2004: 11,7 Mio. Euro
  • Kosten-Nutzen-Verhältnis (NKV) Bewertung des Bundes im Jahr 2003: 7,44
  • Fortschreibung Kosten im Rahmen der Priorisierung des Landes B-W 2012: 13,9 Mio. Euro
  • NKV-Wert Bewertung des Landes im Jahr 2011: 1,1

Die Verkehrsbelastung in der Ortsmitte von Unlingen ist - insbesondere auch durch den hohen Schwerlastverkehrsanteil - unerträglich. In den vergangenen Jahren ist es mehrfach zu schweren LKW-Unfällen in der Ortsmitte von Unlingen gekommen.

Trassenführung Ortsumfahrung Unlingen im Zuge der B 311

Die geplante Trassenführung der Ortsumfahrung Unlingen im Zuge der B 311 kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.